
Es gibt im Prinzip drei Instrumente zur Wahl passender neuer MitarbeiterinInnen:
• das strukturierte Interview
• das Testverfahren
• und die Arbeitsprobe.
Zum Interview: Gute Vorbereitung ist hier alles. Alle BewerberInnen sollten dieselben (zuvor gut durchdachten) Fragen gestellt bekommen. Beim Gespräch sollte nicht nur geplaudert werden. Vielmehr gilt es, Informationen zu gewinnen – über die fachliche Kompetenz, aber auch über die Persönlichkeit des potentiellen neuen Teammitglieds. Wer geschickt fragt, findet heraus, ob der/die Bewerbende ein/e EinzelkämpferIn oder TeamplayerIn ist. Ob sie/er zur Unternehmenskultur passt und über Eigenschaften verfügt, die im Betrieb wichtig und gerne sehen sind.
Tipps für das Interview: Nicht nur nach Stärken und Schwächen fragen und danach, wo sich die BewerberInnen in fünf Jahren sehen. Diese Fragen kennt man auswendig, die Antworten darauf sind vorbereitet oder sogar konstruiert. Fragen, deren Antworten mehr Informationen liefern, sind zum Beispiel: „Welche Rahmenbedingungen im Unternehmen müssen für gute Leistung gegeben sein?“ Oder: „Mit welcher Art von Menschen arbeiten Sie gerne zusammen, mit welchen weniger?“ „Was war der beste Arbeitsplatz, den sie jemals hatten, und warum?“ und „Wer war der beste Chef, den sie jemals hatten, und warum?“ Durch die offene Fragestellung bekommt man einen Einblick in die Wertewelt der BewerberInnen und zugleich auch wertvolle Inputs für das Unternehmen.
Das Interview sollte bei der Einstellung neuer MitarbeiterInnen nie fehlen.
Nicht ganz so zwingend sind Testverfahren, denen sich BewerberInnen zu stellen haben. Sie können sich auf den fachlichen Bereich konzentrieren oder auch Persönlichkeitsanalysen beinhalten, die offenlegen, wie ausgeprägt gewisse Charaktereigenschaften sind. Tests liefern oft interessante Ergebnisse und machen ersichtlich, wie Menschen in Normal- und Stresssituationen agieren.
Arbeitsproben machen in vielen Branchen durchaus Sinn. Von Grafikern, Handwerkern und beispielsweise auch Architekten werden für gewöhnlich Arbeitsproben verlangt. Man kann aber auch BuchhalterInnen mit einer Aufgabenstellung betrauen und aus der Herangehensweise Rückschlüsse auf die Eignung ziehen.
Wer Interview, Test und/oder Arbeitsprobe heranzieht, um geeignete MitarbeiterInnen zu finden, wird mit hoher Wahrscheinlich erfolgreich sein.
Vielen Dank an Impetus, Kitzbühel, für den fachlichen Input