
Tischler-Lehrlingen tun sich bei Aufschnaiter viele Möglichkeiten auf.
Früher erlernte man einen Beruf und übte diesen dann oft bis zur Pensionierung aus. Heute spielen Aus- und Weiterbildung nach dem Lehrabschluss eine große Rolle, so manches Mal geht es auch in eine ganz andere Richtung. Was sich jedoch immer noch bewährt: eine solide, handwerkliche Grundausbildung, wie sie zum Beispiel die Tischlerlehrlinge bei Aufschnaiter in St. Johann absolvieren. Viele junge Leute hat das Unternehmen seit den 60 Jahren seines Bestehens schon ausgebildet. Noch heute bleiben sehr viele von ihnen dem Unternehmen treu, auch wenn sie sich inzwischen in eine andere Richtung weiterentwickelt haben. Möglichkeiten dazu gibt es viele innerhalb des Betriebs. Und die Chefleute Hans und Brigitte Aufschnaiter ermuntern ihre MitarbeiterInnen auch dazu, sich im Haus entsprechend ihren persönlichen Neigungen und Talenten weiterzubilden und zu verändern. Im Alter von 15 Jahren, bei Beginn der Lehre, steht nämlich für viele noch nicht fest, wohin die Reise beruflich gehen soll und wird. Aber mit der Tischlerlehre schaffen sie eine tolle Basis.
Von der Werkstatt ins Einrichtungshaus
Die hat auch Jonas Backofen, 19, geschaffen. Er kommt ursprünglich aus der Nähe von Leipzig, wohnt jetzt aber seit einigen Jahren mit seinen Eltern in Pfaffenschwendt. Sie waren es auch, die ihn dazu ermunterten, einen Handwerksberuf zu ergreifen, weil der in die Region passe und immer Perspektiven biete. Jonas absolvierte bei Aufschnaiter die „Lehre mit Matura“. Nun ist er gelernter Tischlereitechniker mit Schwerpunkt Planung und hat auch die Studienberechtigung in der Tasche. Während der Lehrzeit hatte er viel Freude am Zeichnen, Hobeln, Sägen, Bohren und so weiter. „Aber ich habe auch gemerkt, dass ich das nicht mein ganzes Leben lang machen möchte“, erzählt er. Anfang dieses Jahres wechselte er deshalb bei Aufschnaiter in den Verkauf und damit ins Einrichtungshaus. Hier fühlt er sich nun am richtigen Platz. „Ich bin eher der Typ für das, ich brauche den Kundenkontakt und liebe es, gemeinsam mit KollegInnen tolle Projekte auszuarbeiten und damit die KundenInnen zu begeistern.“ Noch durchläuft Jonas die Einschulungsphase, macht firmeninterne Ausbildungen und begleitet erfahrene KollegInnen. Er muss noch viel lernen. Erste kleine Projekte darf er aber schon auf eigene Verantwortung abwickeln, denn als Tischler bringt er natürlich bereits einiges an Wissen mit. „Ich habe jetzt richtig Lust auf die neue Herausforderung und will richtig gut werden in meinem Job“, sagt er enthusiastisch.
Statt Hobel jetzt Zeichenstift und Maus
Wenn Jonas mit der Kundschaft das Erstgespräch geführt hat, wenn er weiß, was gewünscht und gebraucht wird, geht es ab in die Planungsabteilung. Dort bespricht er sich unter anderem mit Johannes Pletzer, 24, aus Going. Auch Johannes hat bei Aufschnaiter die vierjährige Lehre zum Tischlereitechniker mit Schwerpunkt Planung absolviert. Seit sechs Jahren ist er jetzt aber fixes Mitglied der Planungsabteilung. „Mir hat das Planen schlussendlich besser gefallen als das Tischlern selber, aber das hat sich erst im Laufe der Jahre herausgestellt“, erzählt er. Tischler sei jedoch ein cooler Beruf, so Johannes, das Handwerk, das man lernt, sei super. „Dass ich das gemacht habe, hilft mir jetzt sehr bei der Planung.“ Beim Planen kann Johannes seine Kreativität voll ausleben, beim Zeichnen und Skizzieren am Zeichentisch und am Computer ist er ganz in seinem Element. Einmal jährlich fährt er mit seinen KollegInnen auf die Möbelmesse nach Mailand, um sich dort über die aktuellen Trends zu informieren und Lieferanten zu besuchen. Er weiß, welche Formen, Farben und Materialien beim Einrichten gerade angesagt sind und versteht es, gemeinsam mit dem Verkaufsteam die schönsten Lösungen für die KundInnen zu kreieren. Dass er den Wechsel vom Tischler zum Planer innerhalb des Unternehmens machen konnte, findet Johannes genial. „Da wird man auch sehr unterstützt, Weiterbildung ist bei uns ein wichtiges Thema.“
Vorbereiten statt selber tischlern
Wenn die Planung überzeugt und die Kundschaft den Auftrag erteilt, geht der Plan intern weiter an die Arbeitsvorbereitung (AV). Hier sitzen Julian Scheibler, 24, aus Oberndorf und seine KollegInnen. Auch Julian kommt aus der internen Kaderschmiede und ist ausgebildeter Tischlereitechniker. Obwohl ihm das Werken mit dem Baustoff Holz wirklich gut gefiel, weckte in der Berufsschule doch das technische Zeichnen seine besondere Leidenschaft. Das blieb seinem Chef Hans Aufschnaiter nicht verborgen, er ermunterte Julian dazu, in die AV zu wechseln. Hier erstellt er nun zu den Plänen, die von den KundInnen freigegeben wurden, die entsprechenden technischen Zeichnungen. „Der Job taugt mir total, weil er super abwechslungsreich ist und man bei uns alles im Team bespricht. Von Grund an mache ich dann alles selber: das Material bestellen, Holzlisten schreiben, Farbtöne bestimmen und das alles.“ Weil er ja selber Tischlergeselle ist, weiß Julian, wie er den Auftrag am besten für seine Kollegen in der Werkstatt vorbereitet. Er weiß auch den Umgang der Chefleute mit dem Team zu schätzen: „Auf die Mitarbeiter wird viel Wert gelegt. Man investiert nicht nur ins Möbelhaus, sondern schaut auch, dass es uns allen gut geht.“
Von der Werkbank ins Lager
Wenn die Materialien für einen Auftrag geliefert werden, übernehmen sie Lagerleiter Christian Koller und Alexander Wurzrainer, 22, aus St. Johann. Auch Alexander hat bei Aufschnaiter die Tischlerlehre absolviert, allerdings die dreijährige. Für ihn passte vom ersten Tag an einfach alles. „Das Arbeitsklima, die Kollegen, die Arbeit selber … Aufschnaiter ist eine super Firma!“, schwärmt der „Sainihånser“. Da Christian aufgrund des wachsenden Arbeitsumfangs eines Tages den Job nicht mehr alleine bewältigen konnte, entschloss sich Alexander, ins Lager zu wechseln und ihn zu unterstützen. Fehlt es ihm nicht, auch selbst etwas zu erschaffen? „Doch, schon, aber zum Glück darf ich immer wieder einmal bei einer Montage mitfahren oder kleinere Sachen erledigen“, sagt Alexander zufrieden. Die Tischlerlehre hat sich auch für ihn ausgezahlt. Weil ihm das Material, das geliefert wird, vertraut ist und er weiß, was damit passiert. Das erleichterte die Einschulung als Lagerist erheblich. Warum junge Leute bei Aufschnaiter eine Lehre machen sollten? „Weil das Betriebsklima super gut passt und die Arbeit echt lässig ist!“
Tischler aus Leidenschaft
Sind die notwendigen Materialien geliefert und nach Auftrag zusammengestellt, kommen die Tischler zum Zug, unter ihnen auch Matthias Bachler, 23, aus Aurach. Genau genommen ist er Tischlereitechniker, auch er hat bei Aufschnaiter gelernt. Der Werkstoff Holz interessierte ihn schon als Bub – er fasziniert ihn noch heute. Für Matthias ist der Beruf des Tischlers ein spannender Traumjob, den er noch lange machen will. „Jeden Tag arbeitet man mit einer anderen Holzart, jeden Tag wartet ein anderer Auftrag. Manchmal fertigen wir ganze Einrichtungen, manchmal ein Nachtkästchen, das ist ganz unterschiedlich“, erklärt er. Zu sehen, wie sich unter den eigenen Händen ein Stück Holz in ein schönes Möbel verwandelt, begeistere ihn immer wieder. „Die Arbeit macht mir wirklich viel Freude, und mit den Kollegen komme ich auch super gut aus.“ Auf den Chef könne man ebenfalls zählen: „Er interessiert sich für das, was wir machen und dafür, wie es uns in der Werkstatt geht. Sollte es ein Problem geben, kann man sich jederzeit an ihn wenden. Aber eigentlich ist eh meistens alles in Ordnung.“ Das schönste Stück, das Matthias jemals gefertigt hat, ist für ihn übrigens sein Gesellenstück – eine Fernsehkommode aus „Eiche alt“ und Zirbe. Es steht bei ihm daheim im Wohnzimmer. Die „Eiche alt“ ist überhaupt sein Lieblingsholz. Weil sie cool aussieht und leicht zu verarbeiten ist. Zum Glück kommen immer wieder entsprechende Kundenaufträge herein. Das motiviert: „Aufschnaiter ist ein lässiger Arbeitsplatz, ich kann ihn nur jedem empfehlen!“
Egal, ob man wie Matthias sein Glück an der Werkbank findet oder sich lieber verändern will, bei Aufschnaiter ist die Tischlerlehre ein Sprungbrett für viele Möglichkeiten. Am besten jetzt gleich anfragen!
Doris Martinz